Rückschau: Der 1. Katzentag

Während man für Hundethemen in der Regel überhaupt kein Problem hat, passende, ansprechende Veranstaltungen zu finden, um sein Wissen zu erweitern, sieht es bei Katzenthemen deutlich schlechter aus. Meistens gähnt einem nur Ödnis und Leere entgegen, wenn man auf der Suche nach einem entsprechenden Angebot ist.

 

Aber es gibt ja nichts, was sich nicht ändern ließe.
Meine Kollegin Sonja Tschöpe hatte nämlich die hervorragende Idee, einen kompletten Tag nur zu Katzenthemen zu organisieren:  Der 1. Katzentag 2017 war geboren.

Ein Tag voll mit unterschiedlichen Themen, vorgetragen von 6 verschiedenen Referentinnen. Von denen ich eine sein durfte, nämlich mit einem kleinen Einblick ins „Katzen barfen“. (Was sonst? 🙂 )
Deswegen ging es letzte Woche Samstag (30.09.2017) morgens ins Tierheim Gelsenkirchen, das den dortigen Seminarraum zur Verfügung gestellt hatte.

 

Das Schöne an solchen Veranstaltungen ist für mich die Live-Atmosphäre und daß man selbst natürlich auch immer noch etwas dazu lernt, neue Gedanken mit nach Hause nimmt. Und das geht besonders gut, wenn die Themen so breit gefächert sind wie letzten Samstag.

Im Einzelnen:

Sonja Tschöpe – Bachblüten für Katzen
Miriam Knischewski – „Maus aus der Dose“ ,  ein Überblick dazu, welche Fallstricke bei der Auswahl eines Fertigfutters lauern können
Adriane Schulz – Mehrkatzenhaushalt (Zusammenführungen, Tod einer Katze, häufige Probleme)
Jasmin Lindner – Clickertraining für Katzen
Melanie Jansen – Ab zum Tierarzt

 

Es ging aber nicht nur um die Vorträge, sondern auch um sich austauschen, Erfahrungen weiter geben, Kennenlernen.
Was in dem bewusst klein gehaltenen, persönlichen Rahmen besonders leicht fiel – Danke für viele interessante Gespräche!

Insgesamt habe ich wieder einmal festgestellt, dass Katzenhalter oft einen sehr bewußten Bezug zur Ernährung haben – vielleicht, weil Katzen im Gegensatz zum Hund nicht immer alles fressen und man viel öfter alleine durch Gemäkel vor der Frage steht: Was fütter ich denn eigentlich?

Insbesondere eine Frage, die mich selbst letztes Jahr sehr intensiv beschäftigt hat, war für etliche Teilnehmer von Bedeutung:  Wie weit beeinflusst Rohfütterung die Gesundheit von Katzen? Gibt es dabei Unterschiede zwischen gebarften Katzen und konventionell gefütterten Katzen?

Auch wenn man die Frage vielleicht nicht mit endgültiger Sicherheit beantworten kann, weil unabhängige Langzeit-Studien fehlen: Der Zusammenhang zwischen Ernährung und Erkrankungen ist auch bei Katzen nicht von der Hand zu weisen. Oder auch umgekehrt: Diätetik würde keinen Sinn ergeben, wenn man mit der Fütterung keinen Einfluss auf Erkrankungen nehmen könnte (und deren Prophylaxe).

 

Gruppenbild mit Damen: Melanie Jansen, Sonja Tschöpe, Adriane Schulz, Miriam Knischewski (vorne), Jasmin Lindner und meine Wenigkeit (von links nach rechts)

Was ich mitnehme:

Es gibt ein großes, echtes Interesse an Katzenwissen.  Und viel zu wenig Angebote dazu, obwohl es so großartige Kolleginnen gibt.
Und: Ich habe damals in Sachen Zusammenführung zwar nicht alles falsch gemacht, aber optimal war es nicht. 😉
Außerdem: Die Teilnahme an einem Katzen-Clickerkurs ist fest eingeplant – ein Thema, in das ich mich bislang nur oberflächlich eingelesen habe.

Und ein weiterer schöner Nebeneffekt: Für das Tierheim kamen an dem Tag über 500,- € an Spenden zusammen, die unter anderem für das neue Katzenhaus dringend benötigt werden.

Bleibt nur die Frage, wann der nächste Katzentag statt findet – aber nee, der ist schon in Planung.
Vermutlich im kommenden April wird es einen weiteren Termin mit vertrauten und neuen Themen geben.  Gutes soll man nämlich wiederholen. 😉
Mehr dazu selbstverständlich hier, wenn der Termin feststeht.